Ein kleiner Einblick in den historischen Roman "Butterschuhe" (AT)"

Mehrfach habe ich bereits erwähnt, dass ich an der zweiten Geschichte meiner Protagonistin Elise für den Rhein-Mosel-Verlag arbeite. Nun endlich gibt es einen ersten, klitzekleinen Einblick in das Geschehen. Elise erlebt wieder allerhand. Vor allem kämpft sie, wie viele andere, ums Überleben. Nur dass sie jetzt auch noch die Verantwortung für ihren Sohn trägt. Sie setzt alle ihre Hoffnungen darauf, dass wenigstens Julius bald zurückkehrt, denn die ersten Soldaten sind bereits aus französischer Gefangenschaft heimgekehrt. Wenn er sich wenigstens einmal melden würde ... Doch Elise wäre nicht Elise, wenn sie nicht unkonventionelle Ideen hätte, um ein Lebenszeichen vom Vater ihres Kindes zu bekommen. Ob sie es schafft?

 

Hans linste durchs Fenster. Er drehte sich erst zu Elise um, als sie die Werkstatttür hinter sich schloss und das Licht andrehte.
»Wo sind die Diebe?« Der Junge richtete sich auf.
»Keiner da.«
»Was haben die geklaut?«
»Nichts.« Hans durfte nicht wissen, dass sie hier täglich Milch abzweigte, um Schwarzgeschäfte zu machen. Er würde es Mutter sagen. Und die brauchte nun wirklich nicht noch mehr Sorgen.
»Was hast du da?« Hans deutete auf das Butterfass.
»Ein altes Butterfass von Ferdinand«, erklärte Elise und schob es vor sich her. Hinter der Säge würde es erst einmal sicher stehen.
»Komm, Hans. Wir müssen die Kühe melken. Es ist schon spät.«