Ein kleiner Gruß zum Wochenende

Manchmal nutzt Elise diese kleinen Momente in ihrem Leben, um Kraft zu sammeln für all das, was sie bewältigen muss. Ein solcher Moment ist dieser hier, den ihr dann auch im Folgeband von "Heidelbeerkind" finden könnt.

Mit diesem leisen Gruß von Elise und ihrem Großvater verabschiede ich mich ins Wochenende.

 

Reinhard hatte seinen Kopf ein wenig gedreht und sein Näschen tief eingegraben in den Falten von Großvaters Pullover.
»Sag mal, wo ist eigentlich Mutter?«, fragte Elise in die Stille hinein, denn es war ungewöhnlich, dass weder das Geräusch der Steppmaschine aus dem Haus drang, noch die Mutter irgendwo im Garten tätig war.
»Sie ist ins Dorf gegangen. Mehr hat sie nicht gesagt.« Großvaters Bart verfing sich in Elises Haaren und so bewegten sich ihre Haare bei jedem seiner Worte.
Sie sahen sich an und lachten beide auf. Erschrocken legte Elise den Finger auf die Lippen und deutete mit dem Kinn auf Reinhard, der sich jedoch nicht stören ließ.
»Der Bub ist unglaublich. Da kannst du den größten Radau veranstalten, juckt es ihn nicht. Aber wehe dem, er hat Hunger.« Großvaters Blick wanderte von seinem Urenkel zu seiner Enkelin. Sacht streichelte er zuerst Elises und dann Reinhards Wange.
»Dass ist wieder so ein Moment, den ich am liebsten festhalten würde«, flüsterte sie und legte ihren Kopf wieder an seine Schulter.
»Du wirst noch viele solcher Momente im Leben haben. Dein Kind wirst du aufwachsen sehen, deine Liebe leben und ...« Er sprach nicht weiter.

Mehr davon gibt es dann im zweiten Teil von Elises Geschichte mit dem Arbeitstitel "Butterschuhe".