Die Idee "passiert"

Vor einigen Wochen habe ich einen Auszug aus meinem Romanprojekt "Schubladenbriefe" präsentiert. Und ich habe versprochen, euch teilhaben zu lassen, ein wenig Hintergrundwissen preiszugeben und euch mitzunehmen in die Entstehung dieser Romanidee. 

 

Eigentlich war es ein Tag wie viele. Nachdem ich meine Arbeit erledigt hatte, machte ich mich auf den Weg zum Bistro Mittndrin in Aschau im Chiemgau. Dort bin ich gern, um mich nach einem langen Arbeitstag zu stärken – und das in gemütlicher Atmosphäre. In dem kleinen Bistro war ein Tisch am Fenster frei. Ich setzte mich hin, packte meine Schreibutensilien aus und arbeitete mich in meine Kurzgeschichte ein. Meine Gedanken schwebten davon. Ich tauchte komplett in die Geschichte ein und vergaß alles um mich herum. Gedankenverloren strich ich mit meiner Hand an der unteren Tischkante entlang, bis ich etwas metallisch-kühles berührte. Schlagartig ließ ich die Kurzgeschichte sein, denn ich wollte wissen, was ich da mit meiner Hand touchierte. Ein klein wenig beugte ich mich nach unten, tat so, als wollte ich unter dem Tisch etwas aufheben und da sah ich sie ... Die Mini-Schublade mit dem metallischen Griff, komplett verborgen unter der Tischplatte und doch war sie da. Dann ging das Kind in mir durch und ich zog die Schublade ein kleines Stückchen auf. Ich weiß nicht, ob und wenn ja was ich hoffte darin zu finden, aber es war spannend wie beim Geschenke auspacken. 

Die Schublade war leer. Ich drückte sie wieder zu. Das erwies sich als gar nicht so einfach, weil sie – passend zu dem alten Tisch – verzogen war. 

Dieser kurze Moment hat meine Fantasie gezündet. Ich überlegte, was man wohl alles in einer solchen Schublade verstecken könnte, wer sie überhaupt nutzen würde und ob sie als Versteck tatsächlich dienlich sei. So begann die Ideensammlung. Ich entwickelte Mordszenarien und Monsterstories, Liebesgeschichten und einmal versuchte ich gar, die Herstellung des Tisches zu verarbeiten. Doch das war nicht das, was ich wirklich richtig gut fand. So lief es weiter, das immer wieder aufploppende Gedankenkarrussell, das ich schließlich irgendwann mit meinen beiden Freundinnen teilte. Die beiden kennen mich und sie kennen das Bistro. Somit sitzen sie natürlich auch öfter mit mir dort am Tisch. Gemeinsam sinnierten wir über meine Ideen. Manche wurden wieder verworfen, andere hingegen wurden immer klarer. Mittlerweile weiß ich nicht nur ganz genau, wozu die Schublade in meiner Geschichte dient. Ich weiß auch, für wen sie von Bedeutung ist und welche Intention dahinter steckt. Neugierig? Dann darfst du gespannt sein und schon im nächsten Blogeintrag ein wenig mehr über meine Geschichte, die Figuren und den weiteren Workflow erfahren. 

 

Und einen wertvollen Tipp habe ich auch noch für dich: Solltest du mal in Aschau im Chiemgau sein, plane unbedingt einen Besuch im "Mittndrin" mit ein. Dort gibt es nicht nur mega-leckere Salatvariationen. Alles, was du dort isst, ist hausgemacht und wird frisch zubereitet. An warmen Sommertagen empfiehlt sich auch der "home-made" Eistee als kühle Erfrischung. 

 

Ich werde während meines Schreiburlaubs auf jeden Fall wieder dort einkehren. Wer weiß, vielleicht begegnen wir uns ja. Dann erzähle ich dir ein wenig vom aktuellen Stand meines Projektes oder wir stoßen mit einem kühlen Eistee auf das Leben an. ;-)

 

Wie ist das eigentlich bei dir? Wo bist du besonders kreativ? Welche Umgebung inspiriert dich? 

 






Schülerworkshops, Zeitgeschichte, Geschichtsunterricht, Zweiter Weltkrieg, NS-Zeit, Zeitzeugen



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